Prof. Dr. Bruno Staib

LEHRVERANSTALTUNGEN IM SOMMERSEMESTER 1998


Vorlesung

Bedeutungsrelationen in den romanischen Sprachen

2­std. - Di 12.30 ­ 14.00 - P 4

Thema der Vorlesung ist ein besonders zentraler Bereich der lexikalischen Semantik vor dem Hintergrund der saussureschen Zeichentheorie. Es sollen insbesondere die Bedeutungsrelationen der Homonymie und der Polysemie, der Synonymie, der Antonymie, der Hyponymie und der Hyperonymie eingehend dargestellt und hinsichtlich ihrer Problematik besprochen werden. Hierzu gehört auch eine wissenschaftsgeschichtliche Einordnung dieser Fragestellungen in das Gesamtfeld der Beschäftigung mit dem Wortschatz. An zentraler Stelle werden die von einzelnen Wissenschaftlern gemachten Vorschläge zur Binnengliederung der genannten Bereiche und zu besonderen Ausprägungen einer Erscheinung bei bestimmten Wortarten stehen. Wenngleich sich die Thematik der Vorlesung in erster Linie auf die synchrone Betrachtungsebene konzentriert, wird im Zusammenhang der Abgrenzung zwischen Homonyn­lie und Polysemie auch eine diachrone Blickrichtung erforderlich sein.


Seminar

Emanzipation und Normierung des Französischen

2­std. - Mi 8.30 ­ 10.00 ­ P 4

In vielerlei Hinsicht stellt der Zeitraum des 16. und des 17. Jahrhunderts im Verlauf der Sprachgeschichte des Französischen eine der interessantesten Epochen dar. Anhand von Referaten zu einzelnen Thernenbereichen sollen die zentralen Aspekte der internen und externen Sprachgeschichte dieser Zeit beschrieben und kritisch diskutiert werden. Hierzu gehört auch eine einführende Übersicht über die vorliegenden Vorschläge zur Differenzierung zwischen den Epochen, um den fraglichen Zeitraum besser erfassen zu können. Insbesondere ollen die offenen und innovatorischen Aspekte des Französischen in der Phase seiner Emanzipation vom Lateinischen und seines inneren Ausbaus den aus dem aufkommenden Absolutismus abgeleiteten puristischen und normativen Tendenzen gegenübergestellt werden.

Eine ausführliche Bibliographie wird in der ersten Sitzung (15. April 1998) verteilt werden. Zur Vorbereitung wird die Lektüre der entsprechenden Kapitel in einer der französischen Sprachgeschichten empfohlen.

Anmeldung ab sofort bei Frau Schlick.

Themenvergabe in der Sprechstunde am 8.4.1998 und in der ersten Seminarsitzung. 


Seminar

Wortbildungslehre des Spanischen und des Portugiesischen

2­std. - Mi 13.00 ­ 14.30 P 104

In diesem Seminar sollen die spanische und die portugiesische Wortbildungslehre unter deskriptiven Gesichtspunkten der aktuellen Synchronie behandelt werden. Hierzu sind zunächst die methodischen Fragen der Wortbildungslehre als beschreibender Disziplin der Linguistik von Bedeutung, wobei die vorliegenden Wortbildungsmodelle einer kritischen Analyse zu unterziehen sind. Ausgehend von einzelsprachlichen Wortbildungsverfahren soll ferner das Wesen der Wortbildung an sich und ihre Leistung in den beiden Sprachen ­ auch kontrastiv ­ herausgestellt werden. Dabei werden Fragen der "Durchsichtigkeit", der Produktivität und der semantischen Fixierung von besonderem Interesse sein, wie auch allgemein sprachwissenschaftliche Themen im Zusammenhang mit der Wortbildungslehre zur Sprache kommen werden.

Eine ausführliche Bibliographie wird in der ersten Sitzung (15. April 1998) verteilt werden.

Anmeldung ab sofort bei Frau Schlick.

Themenvergabe in der Sprechstunde am 8.4.1998 und in der ersten Seminarsitzung.


Kolloquium
Sprachwisssenschaftliches Kolloquium
(für Magister­ und Staatsexamenskandidaten)

2­std. - Di 18­20 - P 208

Ziel des Kolloquiums ist eine Revision der zentralen Bereiche der allgemeinen und romanischen Sprachwissenschaft (Französisch/Spanisch/Portugiesisch) vor allem im Hinblick auf den mündlichen Teil der Examina. Themen für eine vertiefte Behandlung werden in Absprache mit den Teilnehmern festgelegt. Je nach Bedarf kann das Kolloquium so organisiert werden, daß die Sitzungen im Wechsel für die Studierenden der jeweiligen Sprache stattfinden. Weitere Einzelheiten können wir in der ersten Sitzung am 14. April 1998 besprechen.


Sprechstunde im Sommersemester 1998:
Dienstag, 16 ­ 18 Uhr